Teste des Jahres 2007
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den entsprechenden Monat oder Namen.

Steffen
Im Test:
Weißer Burgunder & Chardonnay
2005
Land/Region: Deutschland/Kaiserstuhl
Preis: ca. 15,80 Euro
Gebinde: 0,75 l Flasche
Name des Weingutes: Weingut Karl H. Johner
Bezugsquelle: www.johner.de

Urteil:
Liebe Weinfreunde,
das Jahr neigt sich dem Ende und in ein paar Tagen ist Weihnachten. Dafürsollte man immer einen
außergewöhnlichen Tropfen in der Hinterhand haben um sich und die Gäste parallel
zum festlichen Essen verwöhnen zu können.
Heute möchte ich deshalb Euch
einen absoluten neuen Spitzenwein aus meinem Keller vom Weingut Karl H. Johner
vorstellen, der für solche Anlässe prädestiniert ist.
Im Weingut Johner wird schonseit einigen Jahren erfolgreich an einer Alternative zum klassischen trockenen
Chardonnay aus der Chablis gesucht und mit dem Cuvée der Trauben Weißburgunder
und Chardonnay, im Barrique gelagert, hat die Familie Johner einen großen Wurf in
diese Richtung gelandet. Ergebnis ein Cuvée aus Weißburgunder & Chardonnay,
der in der ganzen Welt seine Fans hat.
Schon beim bloßen riechen
schlägt einem der vielschichtige Duft von Zitrus und Aromen der Ananas
entgegen. Leicht bemerkt man auch den unverkennbaren Barrique Duft, der aber
nicht dominiert. (Was für mich persönlich sehr wichtig ist, da ich nicht zu den
Holzliebhabern gehöre und noch Wein schmecken möchte, ansonsten kann man bei
vielen Barrique gelagerten Weinen auch gleich über die Holztischplatte lecken
oder Eichenspäne kauen). Beim Trinken begrüßt der Weiße Burgunder die Zunge mit
einer Wucht und umspült Diese mit Intensität und Fülle.
Zu schmecken sind frische Aromen
wie Banane, Heu und Aprikose. Zusammen mit dem Chardonnay im Abgang endet der
Schluck jedoch mit Rasse und Mineralität. Man wundert sich, dass alle
Charaktereigenschaften der beiden Trauben und die leichte Barrique Note sich
nicht überlagern oder gegenseitig hemmen. Es passt alles perfekt zusammen. Je
nach Kühlstufe schmeckt der Wein gut gekühlt etwas frischer oder wärmer etwas breiter
und fülliger.
Für mich ist dieser Wein einabsoluter Hochgenuss, den ich nur empfehlen kann.
Leider gibt es die Jahrgänge
2002, 2003 oder 2004 von diesem Wein nur noch sehr schwer
zu kaufen. Ich glaube das sagt alles


Marc
Im Test:
Kreuznacher Cabernet Sauvignon
Rebsorte: Cabernet Sauvignon
Land/Region: Deutschland/Nahe
Preis: ca. 12,50 Euro
Prädikat: Q.b.A.
Alkoholgehalt: 13%vol
Gebinde: 0,75 l Flasche
Name des Weingutes: Weingut Emrich-Montigny
Bezugsquelle: www.emrich-montigny.de

Urteil:
Dieser
direkt vom Winzer bezogene Rotwein ist wie gemacht für lange Abende vor der
Glotze. Er ist nicht sonderlich schwer und steigt auch nicht übertrieben in den
Kopf (trotz 13% Alkoholgehalt), sodass es nicht unmöglich erscheint, auch das
Ende des Films zu erleben und zu verstehen.
Der
Kreuznacher Cabernet Sauvignon hat ein herrlich traubiges Bukett, obwohl er
sich ansonsten recht unauffällig und unaufdringlich verhält.
Er wurde fast ein
Jahr im Barrique gelagert, wo er in Ruhe reifen konnte. Dies hat ihm auf jeden
Fall gut getan, wobei die hölzerne Note aber nicht übertrieben wirkt. Die
leichten Holzaromen schreien förmlich nach einem Stück Zartbitterschokolade
(oder einer anderen Schokolade mit aber nicht zu hohem Kakaoanteil), mit dem
sie auch geschmacklich gesehen sehr gut korrespondieren.
Der Abgang
dieses sehr guten Weines und geschmacklich typischen Cabernet Sauvignon
wiederum ist fast nicht vorhanden, was aber konsequenter Weise zum
Gesamtbild passt.
Von mir
gibt es auf jeden Fall "Daumen hoch" für diesen tollen Wein, der
speziell für Freunde des leichteren Weines eine gute Alternative für einen
Weisswein darstellt.
Lasst
Euch einfach mal auf ihn ein.


Jörn
Im Test:
Torres Atrium Merlot 2005
Rebsorte: Merlot
Land/Region: Spanien / Vilafranca del Penedès
Preis: ca. 10 Euro
Alkoholgehalt: 14%vol
Gebinde: 0,75 l Flasche
Ausbau: 6 Monate im Eichenfass
Name des Weingutes: Weingut Torres/Spanien

„Die Weinberge der Familie Torres in Spanien haben eine
Größe von 930 ha und befinden sich in einem Umkreis von 75 km um die Stadt
Vilafranca del Penedès.
Sie erstecken sich über mehrere Klimazonen in dieser
Region, angefangen am warmen Küstenstreifen über sanfte Hügel bis zu den kühlen
Höhen des Hoch-Penedès. Die verschiedenen Weinberge werden nach den neuesten
Techniken bestellt. Dabei richtet man sich sehr nach umweltfreundlichen
Kriterien, um den Erhalt der natürlichen Ressourcen sicherzustellen, denn sie
sind ein wichtiges Kulturgut. Das Geheimnis der Herstellung erlesener Weine
liegt im harmonischen Zusammenspiel von edlen Reben, dem jeweiligen Microklima
und der Bodenbeschaffenheit.“
Quelle: www.weindomäne.de
Urteil:
Wie bewertet man einen Wein, den man von einem Freund
geschenkt bekommen hat? Der besagte Freund, seines Zeichens Gastronom (nennen
wir ihn mal „den Pfau“), sollte augrund seiner Profession Garant für die Wahl
eines guten Rotweines sein.
So ist es auch kein Wunder, dass es sich um einen sehr
trockenen Rotwein mit gewaltigen 14% Alkohol handelt (Typisch Gastronom: viel
Alkohol = schneller besoffene Gäste = mehr Umsatz)
In diesem Fall handelt es sich um einen absoluten
Volltreffer in der Preisklasse von (recherchierten) 10 Euro.
Zwar bleibt er einem nicht ewig aber doch recht lange in
Erinnerung, nicht zuletzt wegen seiner „methylisierenden“ Wirkung . Wer auf
trockene Rotweine abfährt liegt mit diesem Wein mit Sicherheit richtig.
Bei Raumtemperatur entfaltet dieser fast schwarz-rote Merlot
deutliche Aromen die vor allem an reife Früchte sowie Vanille erinnern. Im
Abgang sehr langanhaltend, kann man diesen schwergewichtigen Wein nur in Ruhe
genießen, wenn man die entsprechende Ruhe und Zeit dafür hat. Wer sich davon
ein Glas zur Pasta genehmigt, sollte auf jeden Fall erschossen werden ;-) Wie die meisten Weine dieser Art, gehört auch
dieser eher an einen Tisch, auf dem Fleischgerichte serviert werden.
Auf jeden Fall kann man nach dem alleinigen Verzehr einer solchen
Flasche richtig gut schlafen.


Jens
Im Test:
Casale Colle Chianti Superiore 2004
Land: Italien
Preis: war ein Geschenk
Alkoholgehalt: 12,5%vol
Gebinde: 0,75 l Flasche

Urteil:
Hallo liebe Weinfreunde,
diesen Chianti habe ich vor einiger Zeit einmal geschenkt bekommen. Einige Zeit
lag er nun im Weinregal und ihn für einen Test heraus zu holen fand ich
passend.
Der erste Eindruck, den man von diesem Chianti bekommt, ist seine typische
rubinrote Farbe.
Chiantitypisch ist der Casale Colle recht fruchtig, mit leichten Kirsch- und
Cassisaromen. Leider konnte ich jedoch keine Schokoladennote auszumachen.
Leicht samtig am Gaumen mit etwas Säure aber zu wenig Nachhall.
Für meinen Geschmack zu wenig Tannine, was jedoch im Geschmack des Trinkenden
liegt.
Als Resümee kann man sagen, dass der Casale Colle nicht alle Stärken eines
Chianti ausspielt. Technisch mag er aber ganz in Ordnung sein.
Dafür kann man ihn aber auch zu zahlreichen Gelegenheiten trinken.
Zu kurz
gebratenem ebenso wie einfach nur so, auf ein Gläschen.
Bei kräftigen Gerichten
kann er aber leider nicht mithalten.
Falls Sie den Casale Colle mal im Weinregal sehen, probieren Sie ihn ruhig
einmal. Allerdings sollte die Flasche nicht mehr als 5-6 Euro kosten.
Mehr
würde mich wundern.
Also, viel Spaß beim Genießen!


Carsten
Im Test:
Schreckbichl Chardonnay2005
Land/Region: Italien/Südtirol
Preis: ca. 7,95 Euro
Bezugsquelle: Pollner in Bünde

Urteil:
Schreckbichl col terenzio
Altkirch, Südtirol
Diesen leckeren Chardonnay entdeckte ich durch Zufall im
Schaufenster eines Bünder Tabak- und Spirituosen- Spezialitätengeschäftes.
Er ist ausgewogen, fruchtig mit einer feinen Säure. Man
meint Aprikose riechen zu können. Im Mund vermag ich das dann zwar wiederum
nicht zu bestätigen, dennoch empfinde ich eine facettenreiche Frucht, deren
Geschmack durchaus lange anhält. Dieses spricht für eine sehr ordentlich
Qualität des Weines. Nicht ohne Grund wird die Chardonnay-Traube ja auch zur
Herstellung des Champagners verwendet.
Zusammengefasst denke ich, dass dieser harmonische,
eher leichte Chardonnay seinen Preis von 7,95 € durchaus Wert ist.
Wahrscheinlich ist er kein Spitzenwein seiner Rebe, aber wer von uns würde denn
auch schon einen solchen einwandfrei erkennen?
Wichtig ist für mich, dass ich bei diesem Wein das Gefühl habe, dass er
kein 08/15 Chardonnay ist und das er mir auch am nächsten Abend noch, gut
gekühlt, sehr gut geschmeckt hat.


Ron
Im Test:
Cantata Montepulciano D' Abruzzo 2002
Land/Region: Italien/Montepulciano
Preis: unbekannt
Bezugsquelle: Marktkauf

Urteil:
Der Montepulciano d`Abruzzo ist ein reinsortiger,
italienischer Rotein aus der Rebsorte Montepulciano. Er ist meist ein
rustikaler, einfacher Wein für eine fröhliche Zechrunde, der zur italienischen
Küche empfohlen wird.
Dieser Wein wird in den Provinzen L`Aquila, Teramo,
Chieti und Pescara der Region Abruzzen gekeltert. Die Weinberge liegen auf
einer Höhe unterhalb 500m ü. NN und in zugelassenen Ausnahmefällen (Südlagen)
auch bis max. 600m ü. NN. Rund 4900 Erzeuger bearbeiten ca. 7300 Hektar, dass
seit 1993 den Status „Denominazione di origine controllata - DOC“ hat. (Die Region Teramane hat sogar seit 2003
den Status „Denominacione di origine controllata i garantita - DOCG“). Die
bergige D.O.C.-Region zwischen Adria und Appenin bietet das ideale Mikroklima
für Weine voller Wohlgeschmack und Wärme.
Der Montepulciano ist die typische
rote Rebsorte der Abruzzen. Ein angenehmer, unkomplizierter und vielseitiger
Wein. Er passt nicht nur zur italienischen Küche, sondern auch zu Braten und
Herzhaftem.
Die Weine reifen ca. 1 Jahr im Holzfass (wenn der Wein
mindestens 24 Monate im Holzfass lagerte, darf er die Qualitätsbezeichnung
Riserva tragen). Der Wein kann 3 – 4 Jahre gelagert werden. Die
Spitzenexemplare mit dem Status „DOCG“ können auch 4 – 8 Jahre Alterung
vertragen.
Die Farbe dieses Weines reicht von rubinrot bis violett. Er
besticht durch seinen angenehm weinigen Duft und sein vollmundiges Bukett. Er
ist auch zum Verzehr in geselliger Runde sehr geeignet. Sein Alkoholgehalt
beträgt 12 – 13,5 % und die empfohlene Trinktemperatur liegt bei 17 – 18 Grad.
Dieser Montepulciano hat 12,5 % Alkoholgehalt.
Montepulciano
d`Abruzzo sollte nicht mit dem Vino Nobile di Montepulciano verwechselt werden.


Carsten
Im Test:
Hecklinger Burg Lichteneck 2005
Müller Thurgau
Land/Region: Deutschland/Baden
Preis: 3,50 Euro
Alkoholgehalt: 11,5%vol
Gebinde: 1,0 l Flasche
Bezugsquelle: Neukauf

Urteil:
Wenn mir früher eingefallen wäre, dass ich zu dem
heute, spontan gekauften Wein einen Bericht schreiben sollte, dann hätte ich
mich wohl für eine andere Rebsorte entschieden. Denn auch dieser Müller Thurgau
ist, wie fast alle anderen auch, ein frischer, jugendlicher und leichter Wein.
Zwar könnte man ihn täglich trinken, jedoch ist es, zumindest für mich, äußerst schwierig seinen
Geschmack detaillierter zu beschreiben. Er schmeckt mir einfach. Er hat eine
feine, zurückhaltende Säure mit einem durchaus angenehmen Abgang. Tja, mehr dann aber auch schon nich.
Bis zum nächsten Mal
euer


Daniel
Im Test:
Rupestro 2006 Cardeto
Land/Region: Italien / Umbria
Preis: k.A.
Alkoholgehalt: 13,2%vol
Gebinde: k.A.
Bezugsquelle: k.A.
Restsüße: 4.5 g/l
Säuregehalt: 5.75 g/l
Trinkempfehlung: bis 2010

Urteil:
Rupestro 2006 Cardeto
Der Rupestro wird aus Sangiovese und Merlot bereitet.. Der Rupestro ist ein
herrlich unbeschwerter und fruchtbetonter Rotwein. Er ist relativ leicht,
besitzt aber eine gewisse Fülle, bzw. Tiefe im Abgang. So war er für mich eigentlich
nicht eindeutig als Wein dieser günstigen Preisklasse zu erkennen. Für mich ein
absoluter Geheimtip, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis absolut stimmig
ist.
Cardeto ist ein Örtchen, das zu Orvieto gehört. Maurilio Chioccia hat den Namen
dieses Örtchens zum Markennamen für die Premiumweine der
Genossenschaftskellerei von Orvieto gemacht.
Bis zum nächsten Mal
euer


Jens
Im Test:
Azagador Vine dos Propios
Crianza 2002
Land/Region: Spanien / La Mancha
Weingut: Pago de la Jaraba
Gesamtsäure: 4,95 g/l
Restzucker: 2,0 g/l
Preis: 9 Euro (erschreckender Weise beim googeln für 4,99 gefunden)
Alkoholgehalt: 13%vol
Gebinde: 0,75 l
Bezugsquelle: Vinothek

Urteil:
Liebe Weinfreunde,
auf Empfehlung meines Weinhändlers
kaufte ich diesen Azagador crianza 2002. Der Wein stammt aus dem
größten Anbaugebiet in Spanien, im Landesinneren in
Kastilien „der La Mancha“. Hierbei handelt es sich um einen
Verschnitt aus Tempranillo, Cabernet Sauvingnon und Merlot, alles was
einen Spanier so ausmacht! Crianza ist die spanische Bezeichnung
für Weine die im Eichenfass und anschließend in der
Flasche reifen. Die Weine müssen mindestens 24 Monate reifen, 6
Monate im Eichenfass und 18 Monate in der Flasche bevor sie in den
Handel kommen. Der Azagador von dem Weingut Pago de la Jaraba durfte
8 Monate im Eichenfass ruhen.
So nun zum Wesentlichen,
zur meiner Entschuldigung muss ich
erwähnen, dass ich diesen Wein zu fortgeschrittener Stunde zu
mir genommen habe, und dass der Wein auch nicht genügend Zeit
zum atmen hatte.
Verschlossen ist die Flasche mit einem
Naturkorken.
Im Auge tiefrot, in der Nase, für mich, sehr
angenehm, der Geschmack kräftig beerig, gut ausgereift. Der
Wein sollte meiner Meinung nach nicht noch längere Zeit
eingelagert werden. Ach ja, der Abgang könnte bei manchen
Menschen schon Sodbrennen verursachen, kann bei Spaniern aber schon
mal vorkommen! Das sollte einem Weinkenner aber bekannt sein. Ich
persönlich mag und schätze die spanischen Weine sehr.
Nun zur gastronomischen
Empfehlung, angeblich passt der Wein zu Nudelgerichten mit
Tomatensoße, kräftigen Gerichten von Schwein und Rind, zu Braten in dunkler Soße, gegrilltem Fleisch, Lamm, Wild und zu kräftigen Hartkäse. Ich aber trinke Wein gerne nur so, zum Fernsehen oder beim Lesen mit viel
Schokolade.
Man sollte dem Azagador aber schon
einige Zeit zum Dekantieren geben, ich schätze ca. 1 Stunde, er
hat es verdient! Des Weiteren sollte man in Betracht ziehen den
Wein über's Netz zu bestellen dort ist der weitaus günstigere
Preise zu erzielen.
Viel Spaß!


Sterry
Im Test:
CARDETO Rupestro 2006 -
Umbria Merlot Sangiovese IGT
Land/Region: Italien / Umbrien
Rebsorte: Merlot Sangiovese
Preis: 7 Euro
Alkoholgehalt: 13,5%vol
Gebinde: 0,75 l
Bezugsquelle: Herforder Vinothek
Farbe/Typus: rot/fruchtig

Urteil:
Dieser Rotwein ist für meinen Geschmack der richtige
Einstieg, um wieder seinen Spaß an fruchtig trockene Rote für die dunklere und
kältere Jahreszeit zu entdecken.
Der richtige Einstieg, da er nicht gleich wie ein Holzfass
im Mund liegt, sondern lediglich daran erinnert, trotz seines Jahrgangs, welche
herrliche Kombination von Frucht und Holznote für ein super Geschmackserlebnis
auf unserem Gaumen zaubert.
Er passt nicht nur zu Pasta, Salaten, Käse und allen hellen
Fleischsorten, wie die meisten Rotweine, sondern durchaus auch abends zu einer Tafel
Schokolade. Dabei wird man dann plötzlich feststellen, dass die Flasche leer
ist. Ich denke, das sagt alles.
Dennoch wird er dem Ein oder Anderen vielleicht „zu“ trocken
oder „zu“ taninhaltig sein.
In diesem Fall empfehle ich, den Wein dann lieber mit
Schokolade oder einem Teller Nudeln, die vorher mit etwas guten Olivenöl in der
Pfanne geschwenkt wurden, zu genießen. So bringt man die Geschmackswaage wieder
ins Gleichgewicht. Super Preis-/Leistungsverhältnis.
Viel Spaß beim Genießen!


Jens
Im Test:
Brunello Di Montalcino
Bonachi 2001
Land/Region: Italien / Lombardei / Montalcino
Rebsorte: Sangiovese Grosso
Preis: 16,99 Euro
Alkoholgehalt: 13,5%vol
Gebinde: 0,75 l
Bezugsquelle: Kaufland Herforde
Farbe/Typus: rot/tanninbetont

Urteil:
Hallo liebe Weinfreunde,
da im nächsten Monat die Festtage anstehen, dachte ich mir, mal einen Wein zu testen, der einen grossen Namen hat aber trotzdem noch erschwinglich ist.
Ein Brunello sei hier das Richtige dachte ich mir und hatte mich auf die Verköstigung sehr gefreut.
Um eines vorweg zu nehmen, es hat sich in diesem Fall nicht gelohnt.
Beim Bonachi fehlt so ziemlich alles, was ich von einem Brunello erwarte.
Kein Geruch nach Veilchen, mit etwas Phantasie lässt sich jedoch ein wenig Nelken ausmachen.
Auch kann man nicht davon sprechhen, das der Wein tanninbetont wäre. Geschmacklich lassen sich Holznoten ausmachen, ob diese jedoch von der, vorgeschriebenen, Fasslagerung herrühren, wage ich zu bezweifeln.
Alles ein wenig verwunderlich, da der 2001er Jahrgang nicht als schwacher Jahrgang für den Brunello gilt.
Der Preis ist, meiner Meinung, nicht gerechtfertigt. Für den Preis sollte man sich lieber nach zwei Flaschen gutem Wein, mit weniger grossem Namen, umschauen.
Positive Beispiele gibt es ja bei unseren Testen genug.
Ich werde dem Bonachi jedoch noch eine Chance geben und gegebenenfalls diesen Test noch einmal revidieren.
Trotzdem viel Spass beim probieren anderer Weine wünscht euch:


Steffen
Im Test:
Hexamer Frühburgunder 2004
Land/Region: Deutschland/Nahe
Rebsorte: Burgunder
Preis: 14,35 Euro
Alkoholgehalt: 13,5%vol
Gebinde: 0,75 l
Erzeuger/Bezugsquelle: Weingut Hexamer

Urteil:
Hallo liebe Weinfreunde,
da ich als ausgemachter Weiß-Weinfreund jetzt im Dezember einen Weintest schreibe soll, wäre früher für mich wirklich ein Problem gewesen. Da man sich aber als aktiver Weintrinker auch geschmacklich weiterentwickelt, kommt man irgendwann auch einmal zum Rotwein. So mit mir geschehen seit diesem Herbst. Wie meine Weinkollegen und Freunde wissen arbeite ich beruflich seit April in der Nahe Region, also einem der TOP Anbaugebiete in Deutschland, das für junge aufstrebende Winzer mit sehr viel Geschick und hoch qualitativen Weinen steht. Ich konnte seit dem ich dort arbeite sehr viel gute Weine testen, deshalb fällt es mir wirklich sehr sehr schwer „einen“ Wein besonders herauszuheben aber mit dem 2004 Frühburgunder der Firma Hexamer habe ich wohl einen DER TOP Rotweine entdeckt.
Dieser Wein bzw. die Rebsorte Frühburgunder oder auch Blaufränkisch genannt hat einen großen Vorteil, er/sie ist fruchtig! Dies ist mir persönlich an einem Wein immer am wichtigsten.
Ausgeprägt fruchtige Duftnote allein schon beim riechen am Glas, lassen erkennen was dieser Wein so besonderes hat. Er ist für einen normalen Frühburgunder sehr kräftig ohne dabei zu hart zu sein. Man schmeckt verschiedene Früchte wie Brombeere, Kirschen usw. aber auch leichte dezente Kaffee und Pfefferaromen kann man erriechen und erschmecken. Der Wein als ganzes ist wahnsinnig rund und von Anfang bis Ende ein perfekter Genuß.
Viel Spaß beim „Genießen“ wünscht (gerade jetzt zu den weihnachtlichen Fleischgerichten)
Euer Weinfreund Steffen


Marc
Im Test:
Kreuznacher Dornfelder 2003
Land/Region: Deutschland/Nahe
Rebsorte: Dornfelder
Prädikat: Q.b.A.
Preis: 9,10 Euro
Alkoholgehalt: 13,0%vol
Gebinde: 0,75 l
Erzeuger/Bezugsquelle: Weingut Emrich-Montiny

Urteil:
Eins vorweg : Mit einem Dornfelder kann man - wie mit einem Chianti auch - meiner Meinung nach wenig verkehrt machen, oder jedenfalls weniger als mit anderen Weinen. Sie spielen was Süffigkeit und Ausgewogenheit angeht ganz einfach in einer anderen Liga (und das, obwohl der eine immer häufiger sortenrein, der andere ein richtiger Cuvee (klingt doch wohl schöner als "Verschnitt") ist).
Und genauso verhält es sich auch bei diesem trockenen Dornfelder. Er ist herrlich rund und in sich stimmig. Der Wein wurde im Barrique ausgebaut, was aber - wie bei einem deutschen Wein zu erwarten - zu keinem übertriebenen Holzaroma geführt hat. Ebenso halten sich die Tannine eher im Hintergrund, was das Gesamtbild aber ebenso bereichert wie die leichte Kirschnote, die sich sowohl beim Geschmack als auch beim Bukett bemerkbar macht.
Wer also einen schönen Rotwein sucht, der sich sowohl einfach schlabbern als auch richtig geniessen lässt, kann hier bedenkenlos zugreifen.
Prost

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